22 Rheingauer Weinprobierstände auf einen Blick

Weinprobierstände
Weinprobierstand Eltville am Rhein Bildnachweis: Weingut Offenstein Erben, Eltville am Rhein


Manchmal werden Wünsche wahr – alle Rheingauer Weinprobierstände auf einen Blick

Ein Pocket Guide mit allen wichtigen Informationen jetzt erhältlich

Gute Nachrichten für alle Weinfreunde! Der neue Pocket Guide „Weinprobierstände 2017 – Wiesbaden & Rheingau“ ist endlich da. Das praktische Booklet, das sogar in die Hosentasche passt, ist ein sehr nützlicher Begleiter auf dem Weg zum Wein. Es listet alle Weinprobierstände von Lorch über Wiesbaden bis Flörsheim auf und zeigt Dir auf einen Blick, wer, wann, wo ausschenkt. So findest Du ganz schnell den Winzer Deiner Wahl und kannst Dir planmäßig einen Überblick über das facettenreiche Angebot in der Region verschaffen.

 

Mit dem neuen Pocket Guide geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Endlich können sich Weinfans jetzt ganz gezielt an den schönsten Plätzen im Rheingau verabreden und hier gemeinsam mit Freunden das Leben und den Wein genießen. Ob am Rhein oder in den Weinbergen – es lohnt sich immer, mit Einfach Rheingau auf Entdeckungsreise zu gehen und die 22 Rheingauer Weinprobierstände zu besuchen. Wenn Du Lust hast, dann bringst Du dir ein kleines Picknick mit, denn an den Weinprobierständen gibt es keinen Verzehrzwang. Hier triffst Du dich mit Freunden ganz unkompliziert auf einen Schoppen und lässt es Dir einfach gut gehen.

y

Erhältlich ist der Pocket Guide an allen Weinprobierständen der Region, bei den örtlichen Touristikinformationen sowie auf Anfrage bei der Rheingauer Weinwerbung, der RTKT und bei Wiesbaden Marketing. Weitere Informationen findest Du unter: www.kulturland-rheingau.de oder www.wiesbaden.de

 

Alle Daten sind auch online verfügbar unter https://www.kulturland-rheingau.de/weinprobierstaende oder in der Kulturland Rheingau App.

 

Oder Du kannst dir hier Deinen Pocket Guide direkt ausdrucken:
www.kulturland-rheingau.de/fileadmin/user_upload/Tourismus/Prospekte/170522_Weinprobierst%C3%A4nde2017_Pocketguide.pdf

 

Auch gut zu wissen: Auch bei Fahrradpannen sind die Rheingauer Weinprobierstände eine gute Adresse. Für kleinere Reparaturen halten sie einen Werkzeugkoffer für Dich bereit. Ein toller Service!

 

Viel Spaß bei Deiner Rheingauer Entdeckungstour wünscht Dir
Melanie

Interview mit Bürgermeister Patrick Kunkel in Eltville

Bürgermeister Patrick Kunkel aus Eltville

 

10 Fragen, 10 Antworten – Bürgermeister Patrick Kunkel in Eltville

Warum bist Du Bürgermeister geworden?

„Es ist immer die schwierigste Frage. Ich war immer schon … seit ich mich erinnern kann … ehrenamtlich und politisch engagiert. Schon sehr früh in Martinsthal als Mitglied im Ortsbeirat und auch als Stadtverordneter in Eltville aktiv. Irgendwann habe ich die Geschäfte der Fraktion geführt und war stellvertretender Parteivorsitzender und danach Vorsitzender. Eines Tages kam dann die Frage, als der Altbürgermeister nicht mehr antreten wollte: „Ei, willst Du das nicht machen? Du hast immer so viele Ideen … bist sehr interessiert und engagiert“. Für mich war das ein kompletter Lebensbruch. Ich wollte das Risiko eingehen, weil ich immer schon Freude daran hatte neue Ideen für die Stadt zu entwickeln. Die Vorstellung, als Bürgermeister in Verantwortung sein zu dürfen, das hat mich schon sehr gereizt.“

Also auch ein kleiner Traum? „Ja, ein Traum den ich vielleicht unbewusst hatte. Also, ich habe nie gesagt: Ich werde mal Bürgermeister. Als ich jedoch gefragt wurde, da habe ich „Ja“ gesagt. Und im Rückblick betrachtet, war es für mich eine gute Entscheidung.“

 

Was macht ein Bürgermeister den ganzen Tag produktiv sowie repräsentativ?

„Ja, Beides. Das Produktiv sein mischt sich von früh morgens bis in den späten Abend hinein mit Repräsentieren. Ab 17 Uhr  kommt dann die Gremienarbeit hinzu, … wo die Ehrenamtlichen sitzen, die tagsüber arbeiten. Das was wir entwickeln, muss ich ja dann auch „verkaufen“ und in der Politik vertreten, Mehrheiten suchen und von den Parteien die Aufträge entgegen nehmen. Und mich dazu mit dem gesamten Parlament und den Vertretern besprechen. Alles muss koordiniert werden und ich lege großen Wert darauf, dass die Sachen mit dem großen Organigramm hinter meinem Rücken, gemeinsam entschieden werden. Des Weiteren muss ich sehen, wie ich die vielen Menschen, die bei und für die Stadt arbeiten, an die Themensetzung bringe. Ich bin als Bürgermeister ja auch verantwortlich, wenn etwas nicht klappt. Als Bürgermeister muss man ein guter Kommunikator sein und ein Menschenfreund.“

 

Wenn Du unbegrenzte Gelder für die Stadt Eltville zur Verfügung hättest, was würdest Du dann bauen oder anschaffen/einrichten?

„Das ist keine einfache Frage, obwohl ich mir das oft überlege und ich so viele Ideen habe. Ich würde gerne die Kurfürstliche Burg vernünftig sanieren. Und ich träume von einem großen Hotel (ca. 80-100 Zimmer) mit Tagungszentrum in Eltville. Da haben wir auf jeden Fall Bedarf. Ja, und in die Neue Mobilität und die Digitalisierung investieren. Ich denke, da wird sich in der Zukunft noch einiges ändern. Energetische Maßnahmen, die uns dauerhaft als Stadt autarker machen.“

 

Was ist in den nächsten Jahren noch alles für und in Eltville geplant?

Wir haben die große Aufgabe, uns Gedanken darüber zu machen, wie sich eine Stadt in den nächsten Jahren entwickelt. Dafür müssen die Weichen gestellt werden. Des Weiteren muss der Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden. Dabei geht es um die Einteilung der Stadtfläche, für das was da entstehen oder was auch nicht entstehen soll. Fläche kann nur einmal verwertet werden. Wird es ein Weinberg, Parkplatz, Schwimmbad, Kino, Wohnbebauung oder Gewerbegebiet? Das muss zum Beispiel entschieden werden. Das Entscheidende ist, dass nicht nur die Stadt alleine sondern auch das Regierungspräsidium mitspricht.

Wir haben eine Landschaft, welche wir vererbt bekommen haben und die historisch für mich eine Riesenwert hat. Dass wir diese Landschaft an die nächste Generation weitergeben und uns dabei nachhaltig aufstellen, so dass die kommende Generation davon leben kann. Das Wort Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Modebegriff, sondern für mich ganz klar entscheidend. Und die Entscheidungen, die wir heute treffen müssen – eben vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit gefasst werden.

Das Thema Energie … wie entwickelt sich der Energiebedarf der Menschen? Wie viele Menschen verträgt Eltville überhaupt? Wie wird sich das Verkehrs – und Wohnverhalten der Menschen verändern? Die Bedarfe? Wir müssen so aufgestellt sein, dass wir mit den kommenden Entwicklungen Schritt halten. Was ist für Eltville wichtig und auf was können oder wollen wir vielleicht verzichten? Es ist schwer, das in einem kleinem Interview zu sagen. Ich denke, man muss mit der nötigen Ruhe zwischendurch alle Entscheidungen auf den Prüfstand stellen und sagen: Ist der Weg den wir gehen … das was wir vor ca. 5 Jahren für richtig hielten, immer noch der richtige Weg? Oder muss man auch mal den Mut haben, zu sagen: Jetzt stellen wir die Weichen um und nehmen mal eine andere Spur!

Die Aufgaben sind so vielfältig, weil wir in einer Stadt sind die das große Glück hat, nicht irgendwo am letzten Zipfel der Erde zu liegen. Sondern in einer stark frequentierten Region. Wir leben in einer Region, die sehr im Fokus steht und wo viele Menschen leben möchten. Eine Stadt, die begehrt ist. Da kann man sich nicht zurücklehnen. Wir müssen ständig entscheiden. Und dieser Verantwortung muss man sich stellen.“

 

Wie können sich die Bürger einbringen, falls das überhaupt möglich ist?

„Das Engagement der Eltviller Bürger ist sehr lobenswert. Sowohl positive Kritik als auch die negative Kritik der Bürger ist mir sehr wichtig. Diese können zum Beispiel in eine Partei eintreten und sich engagieren und an den Entscheidungsprozessen teilnehmen. Oder man geht in einen der vielen Vereine (Kultur-, Sport- oder Historische Vereine). Fördervereine, wo man etwas für das gute Gewissen machen kann (Burgvereine) und sich die Bürger informieren können. Oder, Sie kommen in die Bürgersprechstunde des Bürgermeisters, um Ihre Anregungen oder Ideen abzugeben: „Ihr seid jederzeit herzlich willkommen, liebe Bürger.“

 

Hast Du immer ein Ohr für die Bürger?

„Ja, selbstverständlich. Ich bin viel in der Stadt unterwegs, bin immer ansprechbar und werde von Bürgern angesprochen. Das gehört sich auch so für einen Bürgermeister. Sonst darfst Du kein Bürgermeister sein.“

 

Was macht Eltville so einzigartig?

„Aus meiner Sicht die gelungene Kombination aus Rhein, Weinbergen und Fachwerkstadt auf engstem Raum. All das, was Menschen von einem modernen Leben erwarten. Eine gesunde Infrastruktur. Stichwort: Ärzte, Kindergartenplatz, Schule, Ausbildung, Arbeitsplätze. Die Mischung, was Du zum Leben UND für die Seele brauchst. Das haben wenig Städte. Es ist eine schöne Stadt mit all ihren vier Stadtteilen. Eine hohe Dichte an Unterhaltungsmöglichkeiten, Veranstaltungen, Vereinen, Lokalitäten, Gaststätten und schönen Plätzen. Die gute Lage! Wir haben das große Glück und liegen auf dem Land, sind jedoch vom Charakter her positiv städtisch. Wenn die Autobahn frei ist, dann bist Du in 25 Minuten am Flughafen, in 10 Minuten in Wiesbaden oder Mainz. Das ist schon Luxus.“

 

Eltville

 

Wo ist Dein persönlicher Lieblingsplatz?

„Zum einen ist es das Freibad in Eltville. Und immer schon: Die Kurfürstliche Burg und der kleine Amtsgarten, wovon Du auf den Burgturm schauen kannst. Du sitzt unter den Platanen und kannst das Geschehen von oben betrachten … den Rhein, die Burg, die Altstadt. Das ist ein wunderschöner Platz – zu jeder Tages- und Jahreszeit. Und in meinem Heimatort Martinsthal sind es: Die Rödchenkapelle und der Frauensteiner Weg durch die „Martinsthaler Wildsau“ mit Blick auf Walluf, Eltville und das Rheintal.

 

Du bist hier in der Region geboren und aufgewachsen?

Ja, geboren bin ich in Eltville, als es noch das Krankenhaus gab. Und aufgewachsen bin ich in Martinsthal im Elternhaus. Da wohne ich noch heute. Meine Familie selbst kommt ursprünglich aus Erbach. Dadurch habe ich eine hohe Bindung zur Region und zu den Bürgern. Ich kenne viele Menschen und die Menschen kennen mich. Das erleichtert es natürlich mich anzusprechen. Es ist schon von Vorteil, wenn Du Bürgermeister bist und aus dem Ort kommst … die Befindlichkeiten oder Strukturen vieler Familien kennst.

 

Wenn Du 3 Wünsche frei hättest … einen privaten, einen beruflichen und einen für die Welt … was würdest Du dir dann wünschen?

„Also, privat ist es natürlich Gesundheit und Zufriedenheit für die Familie und meine Freunde. Carpe Diem ist für mich sehr wichtig – nutze den Tag … immer dankbar sein für die Zeit, die man zur Verfügung hat, das ist mein Leitspruch. Beruflich würde ich mir wünschen, dass ich nochmals eine Wahlperiode machen darf. Ich habe jetzt das Gefühl, viele Themen sprich Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung, das Führen einer Stadt in den nächsten Aufgaben der Zukunft, … das würde ich gerne noch machen. Vieles habe ich vorbereitet … Entscheidungen die jetzt anstehen die würde ich gerne mit vorbereitend beeinflussen. Mein wichtigster Wunsch für die Stadt ist, dass wir weiterhin erfolgreich die Schulden abbauen. Wir befinden uns auf einem guten Abbaupfad. Für die Welt, ja gut … Weltfrieden ist mir ein bisschen zu wenig. Ich wünsche mir, dass die Menschen sich mit mehr Respekt auf der Welt begegnen würden. Und Zufriedenheit.“

 

Mein Fazit: „Mein Wunsch ist heute in Erfüllung gegangen, mit Dir ein Interview führen zu dürfen an Deinem Arbeitsplatz im historischen Rathaus von Eltville. An dieser Stelle ein recht herzliches Dankeschön für Deine Zeit und deine offenen Antworten. Jetzt zum Abschluss haben wir uns noch einen kleinen „Absacker“ verdient. Auf geht’s zu einem Deiner Lieblingsplätze: Zur Kurfürstlichen Burg mit wunderschönem Ausblick auf den Rhein und den Amtsgarten.“